Ihr macht dann mal Scrum...

Oder die Geschichte vom Oxymoron: Was Scrum zum Hallenfreibad macht.

Wenn Scrum nichts mehr mit Agile zu tun hat

Bild von Sir James (Wikipedia/CC 2.0)

Der Grundgedanke von Agile ist es, dem Team mehr Selbstverantwortung zu geben. Ein zentraler Punkt ist das Verständnis für die eigene Situation und Lage zu erhöhen. Nur wer versteht wo er steht und was er macht, der kann angemessen anpassen. Wer versteht, der kann gestalten. Wer Sinnhaftigkeit in seiner Arbeit sieht, der möchte gestalten. Die drei Punkte führen dazu, dass wir erfolgreicher, ausgeglichener und gesünder leben und arbeiten.

Wo steht Agile?

Gerade Agile zielt auf das Gestalten der eigenen Prozesse und Bedingungen ab. Ein aufgezwungenes Scrum als Methodik hat nichts mehr mit Agile zu tun. Es steht im krassen Widerspruch zu den agilen Prinzipien:

The best architectures, requirements, and designs emerge from self-organizing teams.”

”Build projects around motivated individuals. Give them the environment and support they need,
and trust them to get the job done.”

”At regular intervals, the team reflects on how to become more effective, then tunes and adjusts
its behavior accordingly.
— http://agilemanifesto.org/principles.html

Wer diese Prinzipien ernst nimmt, der stimmt damit überein, dass ein Team nicht nur die Wahl des eigenen Prozesses in der Hand hat, sondern auch für die Veränderung verantwortlich ist. Wer es seinem Team noch nicht zutraut diese Reife zu besitzen, der kann das Team dabei unterstützen die notwendige Reife zu erlangen. Das vollzieht man beispielsweise durch den Einsatz von Transparenz und Analyse der Situationen bei Hand. Gemeinsame Planung, transparente Arbeitsorganisation, Retrospektiven, Reviews und kurze Feedback-Zyklen helfen.

Dadurch landet man wieder bei dem Dilemma, dass Scrum helfen kann. Das bewusst zu machen (Verständnis schaffen) und die Sinnhaftigkeit zu verdeutlichen, kann den Impuls für die Gestaltung und das Einlassen mit sich bringen.

SVNWNK