Mimikresonanz®-Basic-Training

Kleiner Informationsblock:

Am 29. und 30. Juli 2016 halte ich ein Basic-Training für Mimikresonanz®.

Hier lernt ihr "zwischen den Zeilen" zu lesen und erkennt, dass es viele Signale gibt, die die Mimik verrät. Manchmal sagt einem die Mimik weit mehr als die Worte des Gegenübers. Ab und zu erkennt man Signale, die gar nicht zu der Aussage passen. Spannend wenn man neben dem korrekten Beobachten auch damit interagieren kann. Das und mehr lernt ihr in dem Training :-)

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: für die Produkt- und Organisationsentwicklung kann das Gold wert sein :-)

Wer Interesse hat schaut hier hin: http://jedev.org/mimikresonanz/

Schmankerl

Anbei ein, wie ich finde, spannendes Video. Alex Rodriguez, ein überführter Doping-Sünder, im Interview über Doping, bevor er überführt wurde. Spannend ist Mimik und Körpersprache in den Sekunden 5 bis 20. Was beobachtet ihr? Wie interpretiert ihr eure Beobachtungen?

Die Hand am Ball

10:30, Daily Scrum

"Oh ja, danke! Den Ball brauche ich, ohne den Ball kann ich nicht." war der Ausspruch eines Team-Mitglieds bei uns im Daily. Wir nutzen einen kleinen Ball als Gesprächstoken zum Regulieren des Gesprächsflusses bei uns im Daily Scrum. Keine Frage hatte Christian einen Scherz gemacht, wobei auch in diesem Scherz mehr als ein Funken Wahrheit steckt. Denn es hat mir verdeutlicht was so ein Gesprächstoken im Daily noch ist: eine Beruhigungsgeste.

Beruhigungsgesten

Wenn Stress bei uns hoch kommt, dann fangen wir an Signale zu senden. Das kann eine gesteigerte Blinzelfrequenz sein oder die Zunahme von Beruhigungsgesten, auch Adaptoren oder Manipulatoren genannt. Im Zentrum steht hier, dass Berührung uns beruhigt. So fällt es uns leichter mit Stress oder unangenehmen Situationen umzugehen.

Ein Ball zur Moderation eines Daily Scrums. Das Bild "Ball" ist von Beth Haugth  (flickr.com/Creative Commons 2.0)

Man unterscheidet drei Arten von Beruhigungsgesten (Adaptoren):

  1. Selbst-Adaptoren: man berührt sich selbst, z. B. durch Lippenlecken oder kratzen am Kinn
  2. Fremd-Adaptoren: man berührt jemanden Anderen, z. B. durch den Griff an die Hand des Nachbarn im Kino bei einer spannenden Szene
  3. Objekt-Adaptoren: man berührt ein Objekt, z. B. spielt man mit einem Stift oder nimmt ein Gesprächstoken in die Hand, in unserem Beispiel: ein Ball

Objekt-Adaptor

Ein Objekt-Adaptor reduziert Stress. Menschen haben, wenn sie vor anderen Menschen sprechen, Stress. Gerade in neuen und ungewohnten Situationen besteht Stress, insbesondere wenn man z. B. ein Daily in einem Team hat in dem das Vertrautsein noch nicht sehr ausgeprägt ist.

Mit einem kleinen Gesprächstoken, welches ihr weitergebt, steuert ihr nicht nur den Gesprächssfluß, ihr reguliert auch den Stress des Sprechenden. Probiert es bei euch selbst aus und beobachtet wie sich eure Team-Mitglieder in ihrem Verhalten verändern und wie stark sie mit dem Token interagieren. Ihr werdet auf interessante Beobachtungen und Erkenntnisse stoßen. 

SVNWNK

Mehr zu Thema

  1. Wenn das Gesicht mit der Schulter zuckt - der "Facial Shrug"
  2. 10 Gründe warum ein ScrumMaster Mimik lesen können sollte
  3. Mimikresonanz®-Basic-Training
  4. Anmeldung zum Mimikresonanz®-Training

Selbst-Management mit der Pomodoro-Technik

Alles Tomate...

Die Pomodoro-Technik ist eine Technik um den eigenen Fokus zu erhöhen, indem man den Tag in kleine Häppchen von 25 Minuten unterteilt (Iterationen). Innerhalb der Zeit arbeitet man dann störungsfrei an den ausgesuchten Aufgaben. Denn 25 Minuten kann jeder fokussiert arbeiten und bei Störungen kann man jeden auf 1-25 Minuten später vertrösten.

Nach der Iteration kommt eine Pause für den Spannungsabfall, sodass konzentriert der nächste Pomodoro gestartet werden kann. Mit ein wenig Übung schafft man mit Pomodoros deutlich mehr, als man sonst erreichen würde.

Mehr zur der Technik findet ihr unter: http://pomodorotechnique.com/

Wenn ihr einen Timer sucht, dann nehmt z. B. den hier: http://tomato-timer.com/ oder Hardware (achtet jedoch auf euren Gegenüber wegen dem Lärm):

Ein Pomodoro-Timer, der Namensgeber für die Technik. Bild von alexhung lizensiert unter CC 2.0 - Titel Respect the Pomodoro (Flickr)

Wer nicht weiß womit er starten kann, der startet z. B. so in den Tag:

  1. Pomodoro: 25 Minuten Mails lesen und beantworten (danach Mailprogramm aus)
  2. Pomodoro: 25 Minuten Aufgaben des Tages festlegen
  3. Pomodoro: 25 Minuten an der ersten Aufgabe arbeiten

Ein großartiger Nebeneffekt eines Pomodoros ist, dass man Selbstbeherrschung damit trainiert und damit sein Gehirn.

Und noch ein Tipp für die Praxis, gebt euren unmittelbaren Kollegen Bescheid wenn ihr mit der Technik arbeitet. Zum einen haben sie vielleicht selbst Interesse, zum anderen stören sie euch dann in der Zeit vielleicht nicht.

SVNWNK